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Fußball-Bezirksliga: 2:1 gegen Stuhr dank Elfmeter in letzter Sekunde - aber: Das fehlt Steimbke zur Spitzenmannschaft

Wer bisher nicht genau wusste, was dem SV BE Steimbke zu einer Spitzenmannschaft fehlte, dessen Frage wurde gestern im Heimspiel gegen den TV Stuhr ebenso bildhaft wie einleuchtend beantwortet. Vieles sieht ja ganz hübsch aus, was Sönke Bremermann & Co. da auf dem Rasen veranstalten, da wird manche knifflige Situation mit Einsatz, Übersicht und technischer Finesse gelöst. Zwangsläufig folgt das „aber“:

Sie machen ihre Chancen nicht weg, sie leisten sich nicht viele, aber eben für ein Spitzenteam zu viele Böcke im Defensivbereich, und ihnen fehlt gegen defensiv gut geordnete Abwehrreihen der Esprit, der Witz, das Überraschungsmomentum. Eine völlig hausbackene Leistung reichte gestern immerhin, um die Stuhrer mit 2:1 (1:0) zu bezwingen – durch ein Elfmetertor von Hendrik Pietsch in der Nachspielzeit. Der vierte Sieg im vierten Heimspiel. Die Statistik eines Spitzenteams, das keines ist.

Wer der Frage nachgeht, warum die Steimbker limitierte Gegner wie die Bremer Vorstädter nicht eindeutiger beherrschen, landet automatisch bei Sascha Pachonik. Und um den jungen Stürmer zu beurteilen, gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste: Pachonik verfügt über eine klasse Motorik und Athletik. Niemand ist schneller auf den ersten Metern (vielleicht noch sein Zwillingsbruder Patrick), er ist immer anspielbar, macht Bälle fest, ist immer in Bewegung. Aber er nutzt maximal 25 Prozent seiner Großchancen. Gegen Stuhr traf er zum 1:0 (27.), traf darüber hinaus einmal aus Kurzdistanz die Latte (2.), scheiterte per Hackentrick (14.), schoss Torwart Daniel Bischoff an (52.) und traf nochmal das Außennetz – allesamt aus besten Positionen. Die andere Sichtweise: Pachonik fehlt gewiss noch die Abgeklärtheit, und dass er zurzeit Stürmer Nummer eins ist, weil Oliver Poltier und Marcel Wind noch nicht wieder einsatzbereit sind, macht die Verantwortung für ihn umso größer, aber die Aufgabe umso schwerer. Und damit verbietet sich eine zu strenge Bewertung. „Sascha treibt mich manchmal zur Weißglut“, sagt Coach Ralf Przyklenk mit süffisantem Unterton. „Er erarbeitet sich viele Chancen, aber leider fehlt das Quäntchen Glück. Aber irgendwann platzt der Knoten.“ Pachonik selbst, der sein erstes Bezirksliga-Jahr spielt und nun bei vier Toren nach acht Spielen steht, wirkt selbst alles andere als beunruhigt ob seiner Fehlschüsse. „Wir machen Späße darüber. Ich weiß, dass ich noch zu viel verpumpe. Aber ein, zwei Butzen werde ich noch machen.“

Die mangelnde Konsequenz im Abschluss hätten die Hausherren beinahe mit zwei Punkten bezahlt. Aus heiterem Himmel gelang Stuhrs Riccardo Azzarello das 1:1 (63.), und erst die Energieleistung des bis dahin blassen Tim Tatzko führte zum Elfmeter, den der bis dahin ebenso unauffällige Hendrik Pietsch in der zweiten Minute der Nachspielzeit trocken versenkte. Przyklenk: „Eine Spitzenmannschaft muss abgeklärter spielen und fährt das Ding heute 3:0 nach Hause.“

SV BE Steimbke: Schwarzenberg – Brauer, Wulf, Theiss, Pissor – Pietsch, Bremermann, Tavan, P. Pachonik – Tatzko, S. Pachonik (79. Brandt).

Torfolge: 1:0 (27.) Sascha Pachonik; 1:1 (63.) Riccardo Azzarello; 2:1 (90./+2, Foulelfmeter) Hendrik Pietsch.

Auffälligste Steimbker: Thomas Wulf, Torben Brauer, Patrick Pachonik.

aus: "Die Harke", Ausgabe vom 29.09.2014

 

 

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